Nach dem Studium

Tätigkeitsfelder im Beruf

Bibliothekarinnen und Bibliothekare haben Kompetenzen für ein breites Berufsfeld er­worben. Zu den Tätigkeitsbereichen gehören u. a. die Auswahl und Bereitstellung von Medien und Informationen jeder Art für unterschiedliche Benutzergruppen, Informations- und Beratungstätigkeit, Leseförderung sowie Öffentlichkeitsarbeit.  Die Absolventen sind befähigt, in Bibliotheken unterschiedlichen Typs tätig zu werden. Ob in Landes-, Stadt- oder Gemeindebibliotheken, in Bibliotheken von Behörden, Firmen, Hochschulen, Archiven und Museen, in Kinder- und Jugendbibliotheken, Schulbibliotheken und Mediotheken oder in Krankenhausbibliotheken, Artotheken, Fahrbibliotheken und kirchlichen Bibliotheken - die Einsatzmöglichkeiten sind denkbar vielfältig.  Weitere Tätigkeitsfelder eröffnen die Bibliotheks-Dienstleister, z. B. Anbieter von Software, Sicherheitssystemen und Bibliothekseinrichtungen, sowie die Vertreter der Medien- und Informationsbranche. Dazu gehören Rundfunk- und Fernsehanstalten, Videotheken, Medienarchive, Informationsvermittlungsstellen und Dokumentationseinrichtungen.

Karrierebeispiele von Absolventen

Vanessa Berges (M.A.)

M.A. Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Mitarbeiterin im Referat Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek Leipzig Das Berufsfeld der Bibliotheks- und Informationswissenschaft ist sehr abwechslungsreich und breit aufgestellt. So gibt es „klassisch“ bibliothekarische Inhalte, welche sich beispielsweise mit Literatur, Bestandsaufbau und Bibliotheksgeschichte beschäftigen. Aber es werden auch Themen abgedeckt, die vielleicht nicht gleich mit Bibliothek in Verbindung gebracht werden, wie Informatik, Management oder Bibliothekspädagogik. An dem Masterstudiengang der HTWK Leipzig schätze ich am meisten die sehr praxisnahe Ausrichtung, die gut auf den Berufsstart vorbereitet. Ein Alleinstellungsmerkmal sind die Profillinien. Beispielsweise werden durch die Wahl der Profillinie „Bibliothekspädagogik“ Kompetenzen und Kenntnisse in der Erarbeitung von Konzepten zur Förderung von Lese- und Informationskompetenz vermittelt. Gerade bei einem Berufsfeld, das breit aufgestellt ist und unterschiedlichste Disziplinen berührt, kann es von Vorteil sein, sich in einem Bereich zu spezialisieren und tiefergehende Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben. Geprägt und auf den beruflichen Alltag vorbereitet, hat mich vor allem die Projektarbeit, da der bibliothekarische Alltag sich zunehmend durch Projekte auszeichnet. Neben den bereits erwähnten Projekten, auch in Kooperation mit Bibliotheken, gehört zu dem Studium ein Projektpraktikum mit der Dauer von einem Semester. Die ständige Verquickung von Theorie, Projekten und Umsetzung in die Praxis bereiten ideal auf den Berufsalltag vor.  Nebenbei hilft es, schon vor Studienabschluss Kontakte zu späteren Arbeitgebern zu knüpfen. Somit hatte ich auch einen fließenden Übergang vom Studium zum Berufsleben: ich arbeite in der Universitätsbibliothek Leipzig, in der ich auch mein Projektpraktikum absolvierte.